GS | Ehemalige Spieler & Funktionäre

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      Der Sport-Tag am Mittwoch, den 11. September - n-tv.de

      Der türkische Fußballstar Arda Turan ist wegen illegalen Waffenbesitzes und vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe von mehr als zwei Jahren und acht Monaten verurteilt worden. Vom Vorwurf der sexuellen Belästigung sei Turan freigesprochen worden, berichtete die Agentur Anadolu. Hintergrund der Anklage war ein Streit vom vergangenen Jahr zwischen Turan und dem Sänger Berkay Sahin in einem Istanbuler Club. Nach Medienberichten hatte der Sänger den Fußballer zur Rede gestellt, nachdem dieser seine Frau angesprochen hatte. Turan habe Sahin ins Gesicht geschlagen und ihm die Nase gebrochen. Als dieser in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, fuhr Turan ihm demnach nach und bedrohte den Sänger mit einer Waffe. Sein Klub Medipol Basaksehir hatte den Spieler wegen des Vorfalls bereits zu einer Geldstrafe von 2,5 Millionen Lira (etwa 390.000 Euro) verdonnert.

      Berkay Sahin-Vorfall: Gefängnisstrafe für Arda Turan? - GazeteFutbol

      Ob Arda Turan tatsächlich eine Gefängnisstrafe antreten muss, bleibt zunächst offen. Die vorläufige Einstellung der Verkündung beziehungsweise Aufschiebung der Urteilserläuterung deutet darauf hin, dass die Strafe vermutlich zur Bewährung ausgesetzt wird. Die Möglichkeit der Entscheidung auf einen Vergleich bleibt hiervon ebenfalls unberührt.
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      Kabak spürt auf Schalke viel Leidenschaft

      Wer ganz genau hinschaute, dem wurde beim Testspiel zwischen Schalke 04 und Viktoria Köln schnell klar, warum die Königsblauen in der Sommerpause Ozan Kabak verpflichtet haben. Kopfballstark, einsatzfreudig und vor allem sehr zweikampfstark – in vielen Spielsituationen war zu beobachten, dass der 19-Jährige für Schalke durchaus ein Gewinn sein kann.

      Kabak wirkte hinterher im Gespräch mit den Journalisten genauso in sich ruhend, wie zuvor auf dem Platz. Seine Zufriedenheit offenbarte sich mehr in seinem Gesichtsausdruck als in seinen Worten. Der 19-Jährige ist ein höflicher, aber noch sehr zurückhaltender Mensch, der natürlich seine neue Umgebung noch besser kennenlernen muss.

      Enorm wichtig war für den Verteidiger, „dass mein Fuß wieder in Ordnung ist. Ich hatte keine Probleme und fühle mich fit.“ Auch wenn die Verletzung, die sich der türkische U21-Nationalspieler bereits am zweiten Trainingstag zugezogen hatte, sehr ärgerlich war, brachte sie Kabak nicht aus der Ruhe.

      Apropos Nationalmannschaft. Kabak hatte letzte Woche eine Einladung zum A-Team, doch nach einem Gespräch mit allen Beteiligten entschied man, dass er auf Schalke bleibt und dort erst einmal in der Bundesliga Fuß fassen soll. Ohne Spielpraxis zum Nationalteam zu fahren, hätte auch wenig Sinn gemacht.

      Dagegen hält Kabak einen Einsatz bereits im nächsten Bundesligaspiel am Sonntag in Paderborn für möglich. „Ich habe nur drei Partien verpasst und viel mit unseren Konditionstrainern gearbeitet. Ich bin bereit für das nächste spiel, aber wir werden sehen...“

      Dass die Zuschauerrolle zum Saisonstart ihm einiges abverlangt hat, räumt der Defensivspezialist bereitwillig ein. „Das war hart für mich, aber es gehört zum Fußball“, so der 19-Jährige, der an seiner neuen Wirkungsstätte in Gelsenkirchen „viel Leidenschaft“ verspürt. Kabak: „Das ist wie bei den Galatasaray-Fans. Ich liebe sie. Ich werde versuchen, sie glücklich zu machen. Das ist eine große Motivation, wenn du die vollen Tribünen siehst und 60.000 Menschen dir zusehen“.

      Zusätzliche Motivation dürfte bei Schalkes Neuzugang das Extra-Lob von Trainer David Wagner hervorrufen. „Man hat seine Präsenz und Ruhe am Ball sofort gesehen“, sagte der 47-Jährige.

      Dass er zum Trainingsstart von einigen Landsleute frenetisch gefeiert wurde, hat ihn sehr gefreut. Kabak: „Das war ein verrückter Empfang, vielleicht hat Schalke durch meine Verpflichtung nun ein paar Fans mehr. In der Türkei schauen jetzt alle Galatasaray-Fans wegen mir die Schalke-Spiele.“
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      Man muss die Entscheidung des Gerichts respektieren. Was eine verbitterte Frau
      :love: Dua Lipa | Keri Hilson | Alanah Pearce | Jennifer Lawrence | Emma | Gia Paige | Leila Lowfire | Billie Kay | Ana Cheri | Toni Storm | Sydnee Goodman | Jessica Gomes | Paige Vanzant | Imane Anys | Cara Delevingne | Cathy Kelley | Alicia Atout | Gal Gadot | Rosie Jones | Brandi Rhodes | Holly Peers | Mandy Leon | Aubrey Plaza | Elizabeth Olsen | Carly Rae Jepsen :love:
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      Die Strafe ist in Relation zu den derzeit gefällten populären Rechtsfällen in der Türkei ein Witz ! Während Menschen wegen Twitternachrichten und oder präsidentenbeleidigung langjährige Haftstrafen kriegen bekommt ein Fußballstar für Sexuelle Belästigung , Körperverletzung und Bedrohung mit einer Schusswaffe eine Bewährungsstrafe!!

      Wir sprechen hier von schweren Gewaltdelikten !
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      ademovic schrieb:

      Die Strafe ist in Relation zu den derzeit gefällten populären Rechtsfällen in der Türkei ein Witz ! Während Menschen wegen Twitternachrichten und oder präsidentenbeleidigung langjährige Haftstrafen kriegen bekommt ein Fußballstar für Sexuelle Belästigung , Körperverletzung und Bedrohung mit einer Schusswaffe eine Bewährungsstrafe!!

      Wir sprechen hier von schweren Gewaltdelikten !
      Tja, Arda hat es halt klug gemacht und verdteht sich mit den richtigen Leuten in der Politik gut.
      :beerpepe:
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      Schöner Artikel

      International: Vom Star zum Straftäter: Turans tiefer Fall

      Als Arda Turan 2011 zu Atletico Madrid ging, nahm man ihm das bei Galatasaray zunächst übel. Doch seine starken Leistungen und sein Wechsel zum FC Barcelona machten ihn in der Türkei zu einem Idol und Superstar. Mittlerweile ist aus Turan aber ein Volksheld außer Dienst geworden, durch Skandale, die eigentlich so gar nicht zum Charakter des Jungen aus Bayrampasa passen. Ein Rückblick auf einen traurigen Karriere-Absturz.

      Wenn ein Mensch irgendwann mal in seinem Leben richtig in der Patsche sitzt, fragt er sich nicht selten, wie es so weit kommen konnte oder bereut seine Handlungen nach einer tiefgehenden Selbstreflexion. Arda Turan aber tickt da etwas anders.

      Denn als ein Gericht am Mittwoch den 32 Jahre alten Offensivmann von Basaksehir Istanbul für dessen Angriff auf den Popstar Berkay Sahin im vergangenen Jahr zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilte, sah sich Turan immer noch als Sieger und nicht als die Persona non grata, zu der er sich aus der Sicht vieler türkischer Fußballfans in einem schleichenden Prozess entwickelt hatte.

      "Ich sage euch, was die Schlagzeile für morgen ist. Sie lautet, dass ich von dem Vorwurf der Belästigung freigesprochen wurde", ließ Turan via Instagram nach der Urteilsverkündung die Öffentlichkeit wissen. Die Strafe für die Körperverletzung, den illegalen Waffenbesitz, den Schuss im Krankenhaus und die darauf folgende Panik? Eine Nebensächlichkeit für ihn. Hauptsache dieser Schandfleck - der Vorwurf, er habe die Frau von Sahin sexuell belästigt - ist vom Tisch.

      Die Wahrheit ist aber eine andere. Die Schlagzeile ist nicht die, dass Turan von einem von insgesamt vier Anklagepunkten freigesprochen wurde. Sie könnte stattdessen lauten: "Ein neuer Tiefpunkt in der Karriere des Arda Turan." Eine Karriere, die lange Zeit steil bergauf ging, Turan zu Atletico Madrid und zum FC Barcelona führte und aus ihm ein Idol in seinem Heimatland machte. Doch der Ruhm von einst ist einer großen Abneigung gewichen.

      "Man findet keinen Fußballer in der Türkei, der vom Volk mehr verachtet wird, als Arda Turan", sagt Alp Colak. Für den Sportjournalisten von Goal Türkei hatte Turan ohnehin nie einen richtigen Superstar-Status. Man habe Turan in seiner Zeit bei Atletico Madrid, wo er in 178 Spielen an 55 Toren direkt beteiligt und ein Star der Mannschaft war, lediglich respektiert, "aber nicht mehr".

      Fatih Demireli, Chefredakteur des Fußballmagazins Socrates und Experte für türkischen Fußball, sieht das aber etwas anders. Turan sei ein "Nationalheld" gewesen, der seinen Status mittlerweile aber "längst komplett verspielt" habe.

      "Das ganz große Problem ist, dass Arda es selbst nicht begreift, warum es so gekommen ist", erklärt Demireli im Gespräch mit SPOX und Goal: "Es fällt schwer das jetzt zu glauben, aber eigentlich ist er ein richtig cooler Typ. Deswegen wundern sich viele in der Türkei, wie aus ihm so eine Figur entstehen konnte."

      Eine Figur, die im Juni 2017 den Journalisten Bilal Mese im Flugzeug würgt und ihn als "Hurensohn" beschimpft, im Mai 2018 einen Linienrichter attackiert und 16 Spiele gesperrt wird. Eine Figur, die bei der EM 2016 eine Revolte gegen Trainer und einstige Vaterfigur Fatih Terim wegen Bonuszahlungen anzettelt und nach Ansicht vieler somit das frühe Aus einer verheißungsvollen türkischen Mannschaft mitverschuldete.

      "Er hat sich einfach zu viel erlaubt", stellt Demireli fest. Doch all die Skandale passen für ihn eigentlich nicht zu dem Arda Turan, den er einmal selbst in Istanbul kennengelernt hat. "Durch Zufall habe ich mal mitbekommen, wie Turan mit Straßenkindern in Istanbul bis tief in die Nacht Fußball gespielt und ihnen Trikots und Essen gegeben hat. Da waren keine Kameras, das war rein privat und diente nicht dazu, sein Image aufzupolieren", erzählt Demireli. Die Dr.-Jekyll-Variante des Profis sozusagen.

      Dann gebe es aber eben "diese Kehrseite", sagt Demireli. Der Arda Turan im Mr.-Hyde-Gewand, der Journalisten und Popstars attackiert, seine Handlungen auch noch rechtfertige und nicht zu seinen Fehlern stehe. "Ihm hat sein früher Ruhm, wie so vielen anderen vor ihm auch, einfach nicht gutgetan", meint Alp Colak.

      Nachdem er in der Jugend von Galatasaray ausgebildet worden war, machte er lediglich zwei Spiele für die Profis des Klubs, ehe Terim ihn im Alter von 19 Jahren für die türkische A-Nationalmannschaft nominierte. Die Versprechen an seine Eltern hielt er zuverlässig ein.

      Seiner Mutter versprach er einmal, dass er noch vor ihrem 40. Geburtstag "ein großartiger Fußballer" sein und ihr ein Haus kaufen werde. Sie war 39, als es so weit war. Seinem Vater hatte er versprochen, einmal Kapitän von Galatasaray zu werden. In der Saison 2009/2010 hatte er mit erst 21 Jahren auch das geschafft.

      Sein Versprechen an Galatasaray, trotz vieler Angebote zu bleiben, brach er hingegen und wechselte nach knapp 200 Spielen für den Rekordmeister kurz vor Ende des Transferfensters im Sommer 2011 doch noch zu Atletico Madrid. Ein Umstand, der ihm Jahre später, wie auch der Affront bei der EM 2016 gegen Terim, auf die Füße fallen sollte.

      Als eine Rückkehr von Turan 2017 zu Galatasaray im Raum stand, initiierten die Anhänger Social-Media-Kampagnen gegen einen Transfer. "Das war ein Riesenaufstand damals", erzählt Demireli. Der Klub wollte außerdem Terim als Trainer holen, was einen Wechsel von Turan letztendlich verhinderte. "Der Bruch zwischen ihm und Terim ist nicht mehr zu reparieren", sagt Colak.

      Als sich Turan Atletico anschloss, war das alles noch ganz weit weg. Dort sei er "Everybody's Darling" gewesen, sagt Demireli. Ein Emporkömmling aus dem schwierigen Istanbuler Bezirk Bayrampasa, der es aus der Nebenstraße Kar Sokagi, wo er mit den anderen Jungs immer sechs gegen sechs gespielt hatte, bis in die spanische Hauptstadt geschafft hatte und sich dort zu einem Star entwickelte.

      Ein Star, den im Sommer 2015 auch der große FC Barcelona unbedingt haben wollte. Als der Wechsel über die Bühne ging, flimmerte die Breaking News über die Bildschirme aller türkischen TV-Sender. Präsident Recep Tayyip Erdogan gratulierte dem neuen Volkshelden persönlich und alles, was Rang und Namen hat, gab ein öffentliches Statement ab. Ehemalige Trainer meldeten sich. Sie hätten Arda zuerst entdeckt. Ehemalige Mitspieler ebenfalls. Sie hätten ihm erst die entscheidenden Tipps gegeben.

      Und Arda? Der erfüllte sich selbst einen Kindheitstraum. Vielleicht würde "mancher darüber lachen", hatte er noch in Diensten Galas gesagt, "aber ich träume davon, einmal in Barcelona zu spielen". Aufgrund einer Transfersperre der Katalanen dauerte es jedoch ein halbes Jahr, bis es tatsächlich so weit war. Und als es so weit war, war auch schon fast Schluss mit Arda als "Everybody's Darling".

      "Die öffentliche Wahrnehmung von ihm änderte sich dramatisch. Seine Attitüde galt als arrogant", erklärt Colak. Demireli fügt hinzu, dass sich Turan zunehmend zu allen möglichen Themen auch abseits des Fußballs geäußert habe. Das habe seiner Popularität geschadet. Obwohl er in 55 Spielen für die Katalanen an 26 Toren direkt beteiligt war, fristete Turan vornehmlich ein Dasein als Dauerreservist hinter den Superstars Lionel Messi, Neymar und Luis Suarez.

      Und als die sportlichen Ausrufezeichen weniger und die außersportlichen Ausrufezeichen größer wurden - Gerüchten zufolge soll Turan das Nachtleben sowohl in Katalonien als auch in Istanbul durchaus genossen haben - begann der Status von Turan endgültig zu bröckeln. Mit seinem Rücktritt aus der türkischen Nationalmannschaft 2017 nach dem Würgevorfall und seinem Wechsel auf Leihbasis zum in der Türkei unpopulären Klub Basaksehir stürzte er endgültig ein.

      "Es gibt Leute, die annehmen, dass sein Umfeld an Ardas Wandel schuld sei", sagt Colak. Man könne aber nicht sagen, ob Arda diese Fehler nur mache, weil er unter einem schlechten Einfluss stehe.

      Mittlerweile ist es einsam geworden um Turan. Selbst Präsident Erdogan, der im März 2018 noch als Trauzeuge auf seiner Hochzeit zugegen war und den "Sündenbock" Arda sowohl nach dem EM-Aus 2016 als auch nach dessen Angriff auf den Journalisten Bilal Mese 2017 verteidigte, schwieg zum neuerlichen Skandal von Turan.

      Auch sportlich ist er auf einem Tiefpunkt angelangt, bei Basaksehir ist er kein Stammspieler. "Er hat dort nie überzeugen können", stellt Demireli fest: "Als er kam, war das eine super intakte Mannschaft, die wie eine Maschine gespielt hat. Da hat er einfach nicht reingepasst und er tut das auch heute noch nicht."

      Nach dem Urteil am Donnerstag bleibt Turan nun zwar auf freiem Fuß, dennoch hat sich der einst als bester türkischer Spieler des Jahrzehnts betitelte 32-Jährige in eine Sackgasse manövriert. "Dass er da sportlich noch einmal zurückkommt, wage ich zu bezweifeln", sagt Demireli.