Motorsport Allgemein

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    • Lächerlich noch diesen Zirkusverein so viel Geld ins Allerwerteste zu schieben für einen Grand Prix. RTL hat es richtig gemacht und stellt die Ausstrahlung ein. Die haben die Formel 1 mit ihren ständigen Regeländerungen komplett gefickt. Früher war Motorsport noch ein Abenteuerwochenende für Petrolheads, jetzt ist ne Familienveranstaltung für die Spießer geworden. Absolut langweilig und jetzt wächst ne Generation ran, die Elektro-Rennsport supportet. Traurig, ich will gewiss keine Group B Monster-Zeiten herbeisehnen, auch wenn ich eine Schwäche für den Rallyesport der 80er habe, nur bisschen mehr Action muss rein. So ist das was für Helikoptermütter und ihre Drecksblagen.
      "Stärke wächst nicht aus körperlicher Kraft - vielmehr aus unbeugsamen Willen." - Mahatma Gandhi
      "Glatte Worte und schmeichelnde Mienen vereinen sich selten mit einem anständigen Charakter." - Konfuzius
      "There is no 'i' in team but there is in win." - Michael "Air" Jordan
    • Gimli276 schrieb:

      Lächerlich noch diesen Zirkusverein so viel Geld ins Allerwerteste zu schieben für einen Grand Prix. RTL hat es richtig gemacht und stellt die Ausstrahlung ein. Die haben die Formel 1 mit ihren ständigen Regeländerungen komplett gefickt. Früher war Motorsport noch ein Abenteuerwochenende für Petrolheads, jetzt ist ne Familienveranstaltung für die Spießer geworden. Absolut langweilig und jetzt wächst ne Generation ran, die Elektro-Rennsport supportet. Traurig, ich will gewiss keine Group B Monster-Zeiten herbeisehnen, auch wenn ich eine Schwäche für den Rallyesport der 80er habe, nur bisschen mehr Action muss rein. So ist das was für Helikoptermütter und ihre Drecksblagen.
      In den 90ern habe ich F1 geliebt, Wecker gestellt, um irgendein Rennen aus Fernost zu schauen Sonntags um 6 Uhr.



      Zufällig diesen Artikel gesehen, der gut passt.

      Nigel Mansell: Habe gesehen, wie Villeneuve aus dem Auto geflogen ist

      Ex-Weltmeister Nigel Mansell erklärt den krassen Gegensatz zwischen seiner aktiven Zeit im Grand-Prix-Sport und der modernen Formel 1.

      "Damals gab es häufig Tote", sagt Nigel Mansell, wenn er auf die frühen 1980er-Jahre der Formel-1-Geschichte angesprochen wird, wie nun von der 'Daily Mail'. Und Mansell räumt ein: "All das konnte dich psychisch durchaus beschäftigen."

      Ein Erlebnis auf der Rennstrecke verfolge ihn bis heute, sagt Mansell, Formel-1-Weltmeister von 1992. Es ist der Unfalltod von Ferrari-Ikone Gilles Villeneuve. "Was ihm in Zolder passiert ist, werde ich bis ans Ende meiner Tage nicht vergessen", meint Mansell.

      Villeneuve war im Qualifying zum Belgien-Grand-Prix 1982 in Zolder mit dem March von Jochen Mass kollidiert. "Ich fuhr im Auto dahinter und sah alles", sagt Mansell. "Ich sah, wie er durch die Luft flog, wie er runterkam, wie er aus dem Fahrzeug geschleudert wurde, wie er in die Leitplanken krachte."

      Er könne sich gut erinnern, was ihm in diesem Moment durch den Kopf gegangen sei. Nämlich, dass Villeneuves Überlebenschancen "praktisch nicht vorhanden" gewesen seien, so Mansell weiter. "Es war das Schockierendste, was ich je gesehen habe. Ich war bestürzt und bin es noch immer."

      In der Formel 1 der 1980er-Jahre seien schwere Unfälle wie dieser aber grausame Realität gewesen. Rennfahren war laut Mansell, der nie offiziell zurückgetreten ist, eine "ernste Sache". Er meint: "Selbst wenn du nicht umgekommen bist, du konntest dich doch verletzten. Die Banden standen sehr nahe an der Strecke. Du wusstest nie, was passieren würde."

      Ein Umdenken habe in der Formel 1 erst nach dem Unfalltod des dreimaligen Weltmeisters Ayrton Senna eingesetzt, also nach dem San-Marino-Grand-Prix 1994 in Imola, bei dem auch Roland Ratzenberger tödlich verunglückt war.

      Diese Tragödie sei eine "Katastrophe für den Motorsport" gewesen, sagt Mansell rückblickend. "Weil es den Motorsport nachhaltig verändert hat. Es gab viele gute Veränderungen, aber auch einige schlechte."

      Was Mansell zum Beispiel als "schrecklichen Fehler" empfindet: "Viele Rennstrecken weltweit wurden sterilisiert." Traditionskurse, die über Jahrzehnte fast unverändert geblieben waren, erhielten durch verschärfte Sicherheitsvorgaben ein neues Gesicht, Mutkurven verschwanden, Sturzzonen wuchsen.

      Mansell stört sich an diesem Trend. Begründung: "Die Formel 1 war einmal unglaublicher Sport, weil du dafür belohnt wurdest, gut zu fahren, und bestraft, wenn es dir gleichgültig war. Du konntest nicht mit 250 Sachen durch eine Kurve fahren ohne über ein gewisses Talent zu verfügen. Heute", meint Mansell, "ist das ganz anders."

      Allerdings räumt Mansell ein, wie schwierig es sei, unterschiedliche Formel-1-Zeitalter miteinander zu vergleichen. Fest stehe für ihn aber zweifelsfrei: Früher war es deutlich gefährlicher.

      "Viele brillante Fahrer hatten damals recht kleine Unfälle, brachen sich aber dabei die Beine oder die Arme und mussten ihre Karrieren beenden. Heute machen die Fahrer teils schreckliche Fehler, verletzen sich dabei aber nicht. Sie schwitzen ja fast gar nicht im Auto", sagt Mansell und witzelt: "Bei Rennende sieht es immer so aus, als kämen sie frisch vom Frisör!"

      Noch vor 30 Jahren sei die Realität eine andere gewesen. "Zu meiner Zeit hast du dir nach 180 Grands Prix selbst auf die Schulter geklopft und dir zu einer guten Karriere gratuliert, weil du es überlebt hattest", meint Mansell.

      "Jetzt bestreiten die Fahrer 300 Rennen und kommen ohne Verletzungen davon. Das kannst du einfach nicht vergleichen", so der 31-malige Formel-1-Sieger. "Wir mussten damals noch Blut, Schweiß und Tränen investieren und bekamen nur neun Punkte für Platz eins. Heute hat man es wesentlich einfacher - und bekommt 25 Punkte für den Sieg."
    • Ich verstehe die Entwicklung auch. Genau wie bei B Gruppe im Rallye war es eine Frage der Zeit, aber ich habe die Hoffnung gehabt, dass die Ställe vor allem in der F1 alles rausholen können, was die Ingenieurskunst so hergibt, aber man ist sehr limitiert in dem was man tut. Ohne dickste Sponsoren kannst du so viel Talent haben wie du willst, du bist weg. Esteban Ocon ist so ein Beispiel. Wobei er noch die Kurve gekriegt hat Dank Benz. Benz soll sich eh glücklich schätzen, dass sie Toto im Team haben, bei Ferrari sieht man ja was passiert, wenn Fahrer nicht in einer Symbiose zum Team und vor allem dem Teamchef steht. Dementsprechend respektiere ich beispielweise auch Haas mit Steiner an der Spitze. Der lebt das vollkommen richtig aus, nur halt nicht mit dem Geld der beiden Riesen im Geschäft. Wobei man sich grundsätzlich fragen kann, ob Mesut Özil...ähm ich meine Enzo Ferrari sich im Grab umdreht, wenn er sieht was aus der Scuderia geworden ist. Selbst als Alfisti schämt man sich mittlerweile, obwohl Ferrari immer für Alfa der erfolgreiche Erstgeborene bleiben wird. Aber die Legacy wird mit Füßen getreten.

      Es ist einfach kein Spektakel mehr, dieses taktieren nervt, die Limitierungen seit der Downsizing Ära nerven, die ständigen Reglementänderungen nerven, die FIA nervt an sich einfach nur noch. Korrupter Dreckshaufen.
      Gerade die Älteren unter uns, wie eben du Volkan, wissen doch was für ein Nervenkitzel Motorsport war und ich finde gut, dass man Zuschauer und Fahrer schützen sollte, aber nur soweit, dass die Faszination wenigstens noch erhalten bleibt. Aber wie ich auf FB unter vielen News so lesen kann, erfreut man sich an diesem Elektroschrott. Das waren noch Zeiten, als V12 unter den Boliden geschrien haben.
      Heute kriegt man ne Anzeige wegen Lärmbelästigung, dabei ist das die höchste Form der Symphonie. :D

      Ich bin wenigstens glücklich, dass ich die Zeit mit Michael Schumacher erlebt habe und die Epoche um Senna kurz danach verfolgen konnte. 2006 live in Istanbul, als Schumi den zweiten Platz geholt hat. Das muss leider reichen...

      PS: Schaut euch das mal an, wie das damals war. Die Zuschauer standen AUF der Piste. Da war ein Rennwochenende wie im Krieg. Wenn du Glück hattest kamst du lebendig zurück. Aber was die Autos leisteten war brachial. Für ein Lancia Delta aus der Gruppe B würde ich alles hergeben was ich besitze. Selbst wenn ich wüsste, dass ich den Wagen nicht fahren bzw. kontrollieren könnte...

      "Stärke wächst nicht aus körperlicher Kraft - vielmehr aus unbeugsamen Willen." - Mahatma Gandhi
      "Glatte Worte und schmeichelnde Mienen vereinen sich selten mit einem anständigen Charakter." - Konfuzius
      "There is no 'i' in team but there is in win." - Michael "Air" Jordan
    • Bitte nicht schauen, wenn man empfindlich ist, auch wenn da kein Blut ist. Aber wegen sowas wurde die Group B eingestellt btw.:

      "Stärke wächst nicht aus körperlicher Kraft - vielmehr aus unbeugsamen Willen." - Mahatma Gandhi
      "Glatte Worte und schmeichelnde Mienen vereinen sich selten mit einem anständigen Charakter." - Konfuzius
      "There is no 'i' in team but there is in win." - Michael "Air" Jordan